Kloster Tumane
Kloster aus dem 14. Jahrhundert, 9 km von Golubac am Fuß des Golubac-Gebirges. Wegen der überlieferten Heilungen wird es „Ostrog an der Donau“ genannt.
Kloster Tumane liegt etwa neun Kilometer von Golubac entfernt, am Fuß des Golubac-Gebirges, am linken Ufer des Flusses Tumane. Es gehört zur Eparchie Braničevo und zählt zu den bedeutendsten Klöstern Ostserbiens.
Gründung und Legende
Der Überlieferung nach geht die Gründung auf Miloš Obilić zurück. Die Legende erzählt von dem Einsiedler Zosim, einem sinaitischen Mönch, der in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts allein in einer Felshöhle an dieser Stelle lebte und bei einer Jagd von Miloš Obilić, dem damaligen Herrn der Region Braničevo, versehentlich von einem Pfeil getroffen wurde. Miloš brachte den schwer verwundeten Zosim an seinen Hof, wo der Heilige starb. An der Stelle seines Todes ließ Miloš daraufhin ein Kloster errichten, das dem heiligen Erzengel Michael geweiht war. Die früheste schriftliche Erwähnung stammt aus einem osmanischen Steuerverzeichnis von 1572/1573.
Kirche und Klosteranlage
Das Kloster wurde 1797 erneuert und beim Erdbeben von 1879 beschädigt. Die heutige Kirche, dem heiligen Erzengel Gabriel geweiht, entstand 1924 im serbisch-byzantinischen Stil. Zur Anlage gehören die Kirche, zwei Konaks und eine Einsiedelei mit Kapelle.
„Ostrog an der Donau“
Die Reliquien des heiligen Zosim von Tumane wurden am 8. August 1936 aufgefunden und ruhen seither in der Klosterkirche. Die Volksüberlieferung berichtet von zahlreichen Heilungen schwerer Krankheiten, weshalb das Kloster den Beinamen „Ostrog an der Donau“ trägt. 2022 entstand der Dokumentarfilm Der Wundertäter von Tumane.
Besuch
Seit 2014 ist Tumane ein Männerkloster. Auf dem Gelände gibt es zudem einen kleinen Tierpark, der besonders Familien anspricht.